Die Vorbereitung auf den Medizinertest (TMS)

Das Abitur ist geschafft und nun geht es zum Traumstudium Medizin. Wer einen Bilderbuchverlauf möchte, könnte hierbei auf einige Stolpersteine treffen. Das Abitur ist gar nicht so einfach und wenn Du zu spät bemerkst, dass Du Medizin studieren willst, kann es sein, dass die Noten dafür nicht reichen. Was nun fragst Du Dich? Wer sich ein wenig schlaumacht, wird sehr schnell auf den Test für medizinische Studiengänge (TMS) stoßen. Dieser kann Dir helfen, Deinen Notenschnitt zu verbessern und auf Anhieb einen Studienplatz zu bekommen.

Auch ich habe mich mit diesem intensiver auseinandergesetzt und mich für ihn angemeldet. In diesem Bericht möchte ich Dir aufzeigen, wie ich für diesen Test gelernt habe und was ich persönlich empfehlen kann und was nicht.

Eins vorweg: Jeder lernt anders und kommt mit unterschiedlichem Materialien zurecht. Es kann also gut sein, dass meine Vorbereitung sich nicht mit deinem Lerntyp deckt, trotzdem habe ich auch ein paar allgemeine Tipps in der Tasche, die Dir bestimmt helfen können.

Die eigenständige Vorbereitung: Bücher, Skripte und viel Fleiß

Ich absolvierte dem Medizinertest recht früh in meiner Laufbahn. Nach dem Abitur begann ich mit der Vorbereitung und im Sommer nächsten Jahres war es dann so weit, der Tag für den Test stand vor der Tür. Doch lass mich etwas zurückspulen und bei der Vorbereitung anfangen.

Als ich mich für den Test anmeldete, war mir klar, dass ich Einiges dafür tun musste, um meinen Notenschnitt aufzubessern. Zuerst erkundigte ich mich im Internet und fand heraus, dass eine gute Vorbereitung das A und O ist. Da ich jedoch wenig Erfahrung mit solchen Tests hatte, musste ich mir erst mal zuverlässiges Material besorgen. Ich fragte in meinem Bekanntenkreis herum, ob jemand schon Erfahrung mit diesem Test gemacht hat und dabei Bücher empfehlen kann. Tatsächlich hatte ein entfernter Bekannter den Test vor 2 Jahren erfolgreich absolviert und studierte nun Medizin. Er hatte alle seine Unterlagen aufbewahrt, die er mir zur Verfügung stellte.

Ich setzte mich circa sechs Monate vor dem Test an die Unterlagen und fing an, diese zu sortieren. Dabei fiel mir auf, dass vieles aus Büchern herauskopiert war, weshalb ich mich dazu entschloss, auch welche zu kaufen. Gerade Übungen, in denen Du das schnell sein trainieren musst (bspw. jede 1 in der Zeile wegstreichen), kannst Du dadurch sehr gut lernen. Ich kaufte mir also ein Paket, bestehend aus fünf Büchern, die sich mit den jeweiligen Teilbereichen des Tests auseinandersetzten. Diese Bücher haben mir sehr geholfen. In manche Sachen kam ich dadurch enorm gut rein und mein Fleiß machte sich bemerkbar. Die Bücher enthielten nicht nur viele Aufgaben, sondern auch einige Tipps, wie ich schwierigere Aufgaben meistern konnte.

Vorbereitungskurs: Nicht alle sind gut, die meisten aber teuer

Zu meiner Zeit konnte der TMS nur einmal gemacht werden, weshalb das Bestehen mit einer guten Punktzahl enorm wichtig für mich war. Ich überlegte also noch mal hin und her, ob ich einen Vorbereitungskurs besuchen sollte, um mehr Input zu bekommen. Aus den Unterlagen meines Bekannten konnte ich erkenne, dass auch dieser einen Kurs absolviert hatte. Letzten Endes entschied ich mich dann dafür. Ich meldete mich also für einen an und entrichtete die gewaltige Gebühr von 500 Euro. Wenn ich mir im Nachhinein Gedanken darüber mache, bin ich noch immer erstaunt darüber, dass so viele einen Vorbereitungskurs für diesen Preis besuchen. Der Kurs an sich ging 5 Tage und war nicht schlecht aufgebaut. Wir bekamen viele neue Unterlagen und sollten vier Tage nur mit zwei Dozenten an diesen arbeiten. Am letzten Tag fand eine Testsimulation statt.

Tatsächlich war ich etwas enttäuscht von der Gruppengröße. Wir waren insgesamt 25 TMS- Teilnehmer in einem Raum und wurden ziemlich frontal unterrichtet. Ich hätte mir eine kleinere Gruppengröße gewünscht, wenn schon so ein hoher Preis von jedem von uns verlangt wurde. Doch es kam noch besser. Die Dozenten waren Medizinstudenten aus der Vorklinik, die selbst den TMS geschrieben und gut bestanden hatten. Das heißt, diese hatten keine besondere Vorausbildung und waren auch nicht sonderlich erfahren mit dem TMS (außer ihrem eigenen). Natürlich machte der Unterricht trotzdem Spaß, doch ich lernte tatsächlich in diesem Kurs nichts Neues dazu, sondern wiederholte, was ich schon aus meinen Büchern kannte. Hinterher kann ich Dir absolut nicht empfehlen, einen Vorbereitungskurs zu machen und so viel Geld für das Wiederholen rauszuschmeißen. Für mich hat der Kurs nicht funktioniert, für meinen Bekannten jedoch schon. Kurse sind also etwas Glücksache, je nachdem, bei welchem Anbieter Du landest. Ich persönlich finde, dass es zu riskant ist, einen Kurs zu besuchen, um nur hinterher enttäuscht festzustellen, dass er Dir nicht weitergeholfen hat. Deshalb würde ich Dir empfehlen, Dir lieber diese Erfahrung zu ersparen. Wenn Du Kontakt zu anderen Teilnehmern willst, dann schau doch einfach in den sozialen Medien, ob jemand einen Lernpartner sucht. Das ist wahrscheinlich viel kostengünstiger und in einer Kleingruppe auch effektiver als diesen Kurs, den ich besucht habe.

Fazit zur Vorbereitung auf den TMS

Letzten Endes ist der TMS eine Fleißaufgabe. Desto mehr Du Dich mit den Aufgabenbereichen auseinandersetzt und übst, desto einfacher wird es. Dabei musst Du für Dich herausfinden, was Dir am meisten hilft. Das Schreiben, das Hören oder das Bereden der Themen. Desto schneller Du das weißt, desto einfacher wird der Test hinterher. Scheue Dich nicht, Dich an Themen zu setzen, die Dir im ersten Moment schwerfallen. Ich hatte beispielsweise sehr große Schwierigkeiten mit dem räumlichen Denken. Nachdem ich mich jedoch intensiv mit den Tipps beschäftigt hatte und die Aufgabenstellung immer wieder übte, wurde das viel einfacher, sodass ich am Ende tatsächlich auch darauf achten konnte, bei der Aufgabenstellung schneller zu werden und dadurch mehr Punkte zusammenzukriegen.

Nach sechs Monaten disziplinierten Lernen war es dann so weit und ich konnte mit ruhigem Gewissen den Test absolvieren. Wie dieser ablief und welche Erfahrungen hierbei machte, erfährst Du im nächsten Bericht.