Nun ist die Studienzeit bald vorbei und Du musst Dich für einen Fachbereich entscheiden, in dem Du später Deinen Facharzt machen willst und Deine Assistenzarztjahre verbringst. Gar keine leichte Entscheidung. Wenn Du schnell im Internet schaust, findest Du heraus, dass es insgesamt 34 Facharztrichtungen gibt und nicht nur das: Du kannst Dich in Deiner Facharztrichtung weiter spezialisieren. Ein Facharzt für Kinderheilkunde öffnet Dir beispielsweise weitere Spezialisierungsmöglichkeiten wie die Neonatologie oder die Kinderonkologie. Da fragst Du Dich zurecht, wie kann ich das entscheiden? Das möchte ich Dir in diesem Bericht zeigen.
Ein wichtiger Punkt bei der richtigen Facharztsuche sind die klinischen Praktika (in vielen Universitäten Famulaturen genannt). Dadurch bekommst Du einen guten Einblick in die unterschiedlichen Bereiche und merkst nach einiger Zeit, was Dir besonders Spaß macht. Du musst Dich auch nicht sofort für eine spezifische Fachrichtung entscheiden. Versuche erstmal in den Praktika herauszufinden, ob Dir eher die konservative oder operative Medizin liegt. Arbeitest Du lieber im OP-Saal oder auf der Station? Das wirst Du schnell merken, wenn Du beispielsweise in der Chirurgie die Arbeit mit dem Patienten auf Station vermisst und lieber längere Visiten machen würdest, dann gehörst Du eher in die konservative Medizin. Wenn Du jedoch im Blockpraktikum Innere Medizin den OP-Saal vermisst und die langen Visiten Dich langweilen, dann gehörst Du zu den operativen Fächern. Dadurch kannst Du schon einige Fachrichtungen für Dich aussortieren.
Es gibt auch in irgendeinem der Praktika den Punkt, dass Du merkst, dass Dir die Arbeit enorm viel Freude bereitet. Du hast kein Problem, länger als die reguläre Zeit zu bleiben, weil Dir die Arbeit so viel Spaß macht und Du mehr sehen willst. Nach dem Praktikum wirst Du aber weder unsicher. Soll es das tatsächlich sein? Hat die Zeit in der Famulatur wirklich gereicht, um mir einen befriedigenden Einblick in diesen Fachbereich zu gewähren? Was ist, wenn ich dann in meiner langen Assistenzarztzeit merke, dass die Lust nachlässt?
Um Dich wirklich von dem Fachbereich zu überzeugen, würde ich Dir empfehlen, noch freiwillige Praktika in diesem zu machen. Du kannst an unserer Universität beispielsweise das Mantel-Curriculum oder Dein klinisches Wahlfach jeweils 4 Wochen dort planen. Es lohnt sich dabei auch, unterschiedliche Kliniken anzuschauen. Manchmal findet man nämlich das Team super und merkt erst in einer anderen Klinik, dass die Arbeit nicht so viel Spaß macht. Dadurch kannst Du auch für Dich besser aussortieren, ob Du Dich tatsächlich mit diesem Bereich Dein ganzes Leben beschäftigen möchtest.
Zu guter Letzt gibt es noch das PJ. Nutze das Wahltertial und lege dieses in einen Bereich, den Du Dir vorstellen kannst! Es ist noch einmal ein ganz anderes Erlebnis, 4 Monate am Stück in einem Bereich zu arbeiten, als eine Famulatur dort zu verbringen. Zumal Du im PJ in vielen Bereichen eigene Patienten betreust und mehr Verantwortung trägst als in einer Famulatur. Hierbei würde ich Dir auch empfehlen, die Klinik anzuschauen, in der Du Dir später vorstellen kannst, zu arbeiten. Dadurch lernst Du schon Dein Team kennen und weißt, ob das passen könnte.
Du hast in Deinem Medizinstudium enorm viel Spaß in allen Bereichen gehabt und kannst Dich nicht für einen entscheiden? Dann ist die Allgemeinmedizin die richtige Wahl für Dich. Mit dieser behältst Du den Überblick über alle relevanten Krankheitsbilder, bist die erste Anlaufstation für die meisten Patienten und überweist im Notfall an die richtige Abteilung. In der Allgemeinmedizin hast Du auch einen speziellen Draht zu Deinen Patienten. Meistens kommen die Patienten nämlich immer wieder in Deine Praxis und vertrauen Dir, da Du sie schon so lange kennst und sie bis jetzt immer sehr zufrieden mit Deinen Empfehlungen waren. Du betreust den Patienten also im Idealfall ein Leben lang und siehst sämtliche Entwicklungen, die er durchmacht.
Du hast Dich nun schweren Herzens für einen Bereich entschieden, merkst aber, dass Dein Herz doch nicht für diesen Bereich schlägt. Das ist eigentlich kein Problem. Es gibt enorm viele Ärzte, die das erste Assistenzarztjahr in einem Fach verbringen, welches ihnen am Ende doch nicht liegt. Du kannst Dich einfach in einem anderen Bereich bewerben und dann wechseln. Bedenke aber, dass Du dann wieder von neuem anfängst und dementsprechend mehr Jahre in der Assistenzarztzeit verbringst. Ehrlich gesagt, muss man hier jedoch sagen, dass das Studium schon so lange dauert, sodass Dir diese Zeit nicht so ewig vorkommt und Du diese gut verschmerzen kannst. Es ist gut, diese Entscheidung nicht willkürlich, sondern mit Bedacht zu treffen und sich ehrlich einzugestehen, dass man für bestimmte Bereiche nicht gemacht ist. Es gibt nämlich hinterher nichts Schlimmeres, als einen unzufriedenen Arzt, der sich wenig Mühe gibt, und Patienten, die sich deshalb im Stich gelassen fühlen.
Fazit
Du siehst also, dass diese Entscheidung wahnsinnig schwer ist, jedoch nicht unbedingt direkt gefällt werden muss. Du wirst bestimmt auch in der Studienzeit Menschen kennenlernen, die schon in der Vorklinik überzeugt sind, zum Beispiel Dermatologen zu werden. Lass Dich davon nicht beeinflussen! Viele entscheiden sich in der klinischen Phase wieder um oder finden erst dort ihre Berufung. Nichts ist in Stein gemeißelt und Du kannst immer den Fachbereich wechseln, bis Du in einem landest, der Dir Spaß bereitet und sich für Dich richtig anfühlt.
Wie finde ich den richtigen Fachbereich?
Nun ist die Studienzeit bald vorbei und Du musst Dich für einen Fachbereich entscheiden, in dem Du später Deinen Facharzt machen willst und Deine Assistenzarztjahre verbringst. Gar keine leichte Entscheidung. Wenn Du schnell im Internet schaust, findest Du heraus, dass es insgesamt 34 Facharztrichtungen gibt und nicht nur das: Du kannst Dich in Deiner Facharztrichtung weiter spezialisieren. Ein Facharzt für Kinderheilkunde öffnet Dir beispielsweise weitere Spezialisierungsmöglichkeiten wie die Neonatologie oder die Kinderonkologie. Da fragst Du Dich zurecht, wie kann ich das entscheiden? Das möchte ich Dir in diesem Bericht zeigen.
Ein wichtiger Punkt bei der richtigen Facharztsuche sind die klinischen Praktika (in vielen Universitäten Famulaturen genannt). Dadurch bekommst Du einen guten Einblick in die unterschiedlichen Bereiche und merkst nach einiger Zeit, was Dir besonders Spaß macht. Du musst Dich auch nicht sofort für eine spezifische Fachrichtung entscheiden. Versuche erstmal in den Praktika herauszufinden, ob Dir eher die konservative oder operative Medizin liegt. Arbeitest Du lieber im OP-Saal oder auf der Station? Das wirst Du schnell merken, wenn Du beispielsweise in der Chirurgie die Arbeit mit dem Patienten auf Station vermisst und lieber längere Visiten machen würdest, dann gehörst Du eher in die konservative Medizin. Wenn Du jedoch im Blockpraktikum Innere Medizin den OP-Saal vermisst und die langen Visiten Dich langweilen, dann gehörst Du zu den operativen Fächern. Dadurch kannst Du schon einige Fachrichtungen für Dich aussortieren.
Es gibt auch in irgendeinem der Praktika den Punkt, dass Du merkst, dass Dir die Arbeit enorm viel Freude bereitet. Du hast kein Problem, länger als die reguläre Zeit zu bleiben, weil Dir die Arbeit so viel Spaß macht und Du mehr sehen willst. Nach dem Praktikum wirst Du aber weder unsicher. Soll es das tatsächlich sein? Hat die Zeit in der Famulatur wirklich gereicht, um mir einen befriedigenden Einblick in diesen Fachbereich zu gewähren? Was ist, wenn ich dann in meiner langen Assistenzarztzeit merke, dass die Lust nachlässt?
Um Dich wirklich von dem Fachbereich zu überzeugen, würde ich Dir empfehlen, noch freiwillige Praktika in diesem zu machen. Du kannst an unserer Universität beispielsweise das Mantel-Curriculum oder Dein klinisches Wahlfach jeweils 4 Wochen dort planen. Es lohnt sich dabei auch, unterschiedliche Kliniken anzuschauen. Manchmal findet man nämlich das Team super und merkt erst in einer anderen Klinik, dass die Arbeit nicht so viel Spaß macht. Dadurch kannst Du auch für Dich besser aussortieren, ob Du Dich tatsächlich mit diesem Bereich Dein ganzes Leben beschäftigen möchtest.
Zu guter Letzt gibt es noch das PJ. Nutze das Wahltertial und lege dieses in einen Bereich, den Du Dir vorstellen kannst! Es ist noch einmal ein ganz anderes Erlebnis, 4 Monate am Stück in einem Bereich zu arbeiten, als eine Famulatur dort zu verbringen. Zumal Du im PJ in vielen Bereichen eigene Patienten betreust und mehr Verantwortung trägst als in einer Famulatur. Hierbei würde ich Dir auch empfehlen, die Klinik anzuschauen, in der Du Dir später vorstellen kannst, zu arbeiten. Dadurch lernst Du schon Dein Team kennen und weißt, ob das passen könnte.
Du hast in Deinem Medizinstudium enorm viel Spaß in allen Bereichen gehabt und kannst Dich nicht für einen entscheiden? Dann ist die Allgemeinmedizin die richtige Wahl für Dich. Mit dieser behältst Du den Überblick über alle relevanten Krankheitsbilder, bist die erste Anlaufstation für die meisten Patienten und überweist im Notfall an die richtige Abteilung. In der Allgemeinmedizin hast Du auch einen speziellen Draht zu Deinen Patienten. Meistens kommen die Patienten nämlich immer wieder in Deine Praxis und vertrauen Dir, da Du sie schon so lange kennst und sie bis jetzt immer sehr zufrieden mit Deinen Empfehlungen waren. Du betreust den Patienten also im Idealfall ein Leben lang und siehst sämtliche Entwicklungen, die er durchmacht.
Du hast Dich nun schweren Herzens für einen Bereich entschieden, merkst aber, dass Dein Herz doch nicht für diesen Bereich schlägt. Das ist eigentlich kein Problem. Es gibt enorm viele Ärzte, die das erste Assistenzarztjahr in einem Fach verbringen, welches ihnen am Ende doch nicht liegt. Du kannst Dich einfach in einem anderen Bereich bewerben und dann wechseln. Bedenke aber, dass Du dann wieder von neuem anfängst und dementsprechend mehr Jahre in der Assistenzarztzeit verbringst. Ehrlich gesagt, muss man hier jedoch sagen, dass das Studium schon so lange dauert, sodass Dir diese Zeit nicht so ewig vorkommt und Du diese gut verschmerzen kannst. Es ist gut, diese Entscheidung nicht willkürlich, sondern mit Bedacht zu treffen und sich ehrlich einzugestehen, dass man für bestimmte Bereiche nicht gemacht ist. Es gibt nämlich hinterher nichts Schlimmeres, als einen unzufriedenen Arzt, der sich wenig Mühe gibt, und Patienten, die sich deshalb im Stich gelassen fühlen.
Fazit
Du siehst also, dass diese Entscheidung wahnsinnig schwer ist, jedoch nicht unbedingt direkt gefällt werden muss. Du wirst bestimmt auch in der Studienzeit Menschen kennenlernen, die schon in der Vorklinik überzeugt sind, zum Beispiel Dermatologen zu werden. Lass Dich davon nicht beeinflussen! Viele entscheiden sich in der klinischen Phase wieder um oder finden erst dort ihre Berufung. Nichts ist in Stein gemeißelt und Du kannst immer den Fachbereich wechseln, bis Du in einem landest, der Dir Spaß bereitet und sich für Dich richtig anfühlt.
Autorin: Saher Dilshad